Warum sehe ich meinen USB-Stick nicht im Explorer?Selbst wenn ein USB-Stick korrekt funktioniert heißt das nicht, dass er auch unter seinem Laufwerksbuchstaben anzusprechen ist. Nach [12] enthalten neuere Windows-Versionen hier eine Inkonsistenz: Eigentlich speichert Windows die Volume-Zuordnungen in der Registry unter HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\MountedDevices. Das gilt aber nicht für Netzwerkfreigaben, die so Wechsellaufwerke verdrängen können:
Abhilfe:
Kann ich meinen USB-Stick in mehrere Partitionen aufteilen?Mein USB-Stick hat eine so große Kapazität, dass ich ihn gerne in mehrere Partitionen (mehrere Laufwerksbuchstaben) aufgeteilt hätte. Das wird für Festplatten ja öfter empfohlen. Geht das? Ob Windows das unterstützt liegt an einem einzigen Bit im USB Device Descriptor. Damit unterscheidet Windows zwischen Wechselmedien und lokalen Datenträgern. USB-Sticks werden gewöhnlich als Wechselmedien erkannt und dürfen deshalb nur eine Partition besitzen. Externe Festplatten dagegen behandelt Windows als lokale Datenträger und unterstützt deshalb mehrere Partitionen. Diese Begrenzung kann man zwar mit dem Linux-FDISK umgehen, das Ergebnis unter Windows ist allerdings undefiniert. [19] Wie kann ich meinen USB-Stick formatieren?
Wie Disketten und Festplatten müssen USB-Sticks formatiert werden, d.h. sie werden mit einiger Verwaltungsinformation versehen. Wie Disketten werden USB-Sticks gewöhnlich formatiert ausgeliefert. Manchmal muss man sie aber von Hand formatieren - etwa wenn man seinen USB-Stick immer ohne Abmeldung abzieht, weil das schon immer funktionierte. Die Memory-Sticks enthalten im Auslieferzustand womöglich einige Dateien. Also vor dem Formatieren erst mal nachsehen und nach Möglichkeit sichern!
Logisch, dass ich sowieso und sicher auch HP & Co. jede Gewährleistung beim Einsatz auf den USB-Sticks anderer Hersteller ablehnen. Ein wesentlicher Faktor ist auch, ob der USB-Stick als Superfloppy oder wie eine Festplatte formatiert wird. Der Unterschied macht sich vor allem beim Zusammenspiel mit dem BIOS beim Booten bemerkbar. Mit welchem Filesystem soll ich meinen USB-Stick formatieren?Im Prinzip kann man wohl jedes Filesystem benutzen, das alle zu benutzenden Rechner verwenden können.
Wie kann ich die Daten auf meinem USB-Stick verschlüsseln?Wenn man seine sensibelsten Daten schon am Schlüsselbund herumträgt, sollte man sie auch gegen unbefugten Zugriff schützen. Neben den sonst auch möglichen Verfahren wie Dateipasswörtern liefern viele Hersteller von USB-Sticks eigene Programme für diesen Zweck mit. Gewöhnlich dokumentieren die Hersteller aber nicht, wie die Verschlüsselung arbeitet, also wie gut der Schutz ist. Alternativen sind Programme wie Easy Crypto Deluxe. Manche Dateisysteme wie NTFS bieten Verschlüsselungsmethoden an. Ich habe aber keine Informationen, ob sich so geschützte Daten auch auf anderen Rechnern wieder lesen lassen. Ein Artikel zum generellen Verstecken von Dateien unter Windows XP findet sich unter [4]. Warnung: Welche Freeware-Utility würde wohl jemand programmieren, der möglichst zentral Passwörter einsammeln will? Am besten eines, dem die Nutzer ihre Passwörter zur sicheren Verwahrung anvertrauen... Wie kann ich Daten auf meinem USB-Stick retten?Bei einem Rechnerfehler gingen mir Daten auf meinem USB-Stick verloren. Oder: Ich habe versehentlich Daten auf meinem USB-Stick gelöscht. Gibt es Chancen, diese Daten doch noch zu retten? Unter Windows sind Löschen und Löschen zwei unterschiedliche Dinge: Wer den Papierkorb leert, markiert die entsprechenden Verwaltungsinformationen als ungültig und den Speicherplatz der entsprechenden Dateien als frei. Die Informationen sind aber noch auf dem Datenträger und dort werden sie erst bei anderer Gelegenheit überschrieben. Deshalb gelten zwei Regeln:
Kann ich Dateien auf dem USB-Stick normal benutzen?Ja - mit einer Einschränkung: Wenn Sie den USB-Stick abziehen, so lange darauf noch Dateien geöffnet sind, sind Datenverluste wahrscheinlich. Bei Dateien auf Ihrer Festplatte mault das Betriebssystem, wenn Sie z.B. eine geöffnete Datei verschieben wollen; am Abziehen des USB-Sticks kann Sie das Betriebssystem nicht hindern. Ihr Mailarchiv von Outlook sollten Sie hier also nicht ablegen, wenn Outlook bei Ihnen den ganzen Tag offen ist. Ein Programm zum Abmelden von Wechselmedien bietet die Zeitschrift c't unter Softlink 0316208. Kann ich Programme vom USB-Stick starten?Heute bestehen die meisten Windows-Programme auf einer Installation. Nur wenige Programme lassen sich also einfach so von einem Wechselmedium aus starten. Selbst wenn sich ein Programm direkt starten läßt, kann es unerwünschte Nebenwirkungen haben, z.B. Winzip: Es zieht bestimmte Dateitypen an sich und trägt sich in Kontextmenüs ein. Dem normalen Nutzer eines Rechners tut man also keinen Gefallen, denn nach Abziehen des USB-Sticks fehlt das Programm. Wer z.B. oft in Internet-Cafes seine Mails liest, wird einen Mail-Client mögen. Den liefert z.B Pearl mit. Andere Hersteller liefern wohl auch Programmpakete mit. Programme, die ohne Installation unter Windows laufenDiese Liste wurde mittlerweile so umfangreich, daß ich sie auf eine eigene Seite ausgelagert habe. Ich habe zwei gleiche USB-Sticks. Warum kann ich immer nur einen nutzen?Eigentlich sollte dieses Problem nicht auftreten, denn nach USB-Standard für Massenspeichergeräte sollten zwei USB-Geräte auch immer unterschiedliche Seriennummer haben. Aber offensichtlich halten sich nicht alle Hersteller daran - immerhin bedeutet das, dass sie jedes Gerät an einer Stufe des Herstellungsprozesses individuell behandeln müssen. Wie Windows auf diesen Regelverstoß reagiert, ist immer wieder unterschiedlich. Mal lässt sich nur das zuerst eingesteckte Gerät ansprechen, mal stürzt Windows mit einem Blue Screen ab. Bestätigen lässt sich das Problem mit dem kostenlosen Tool USBDeview. Abhilfe:
Kann ich einen USB-Stick auch ohne Rechner auslesen?Ja: Einige MP3- und Multimediaspieler mit Festplatte wie der Medion MD 95200 beherrschen
USB-OTG (On The Go). Damit kann man dann z.B. auch im Urlaub die Bilder aus der Kamera
sichern. Voraussetzung ist allerdings, dass die Kamera sich als Wechseldatenspeicher ansprechen
läßt und nicht auf ihrem eigenen USB-Treiber besteht. [10]
Wie kann ich verhindern, dass beim Stecken die nervige Auswahlliste hochkommt?Diese Message-Box ist die Voreinstellung des Autorun-Mechanismus. Den kann man entweder nutzen oder abschalten:
Ich habe alle Dateien auf meinem USB-Stick gelöscht - trotzdem kann ich nichts mehr darauf speichern. Warum?Löschen bedeutet nicht, dass die Daten wirklich gelöscht werden - sie werden in den Papierkorb verschoben! Gut möglich, dass Sie den Papierkorb Ihres Rechners regelmäßig löschen. Probieren Sie das aber auch mal, während der USB-Stick angeschlossen ist... Mein USB-Stick ist schreibgeschützt - wie bekomme ich das weg?Immer wieder höre ich Klagen, USB-Sticks könnten an einem bestimmten Rechner nicht mehr beschrieben werden. Insbesondere scheint das beim Formatieren zu passieren. Eine definitive Lösung habe ich dafür auch nicht, es sei denn den Schreibschutz-Schalter am USB-Stick :-) Eine häufige Ursache für solche Probleme scheint zu sein, dass viele ihren USB-Stick nicht abmelden, ehe sie ihn abziehen. Windows speichert viel Verwaltungsinformation im Cache und schreibt manches erst später auf das Speichermedium. Folglich gibt es Zeiten, in denen die Verwaltungsinformation auf dem Massenspeicher inkonsistent ist. Das Abmelden stellt sicher, dass alle Daten auch auf den Massenspeicher (sprich USB-Stick) geschrieben werden. Mögliche Maßnahmen:In der Registry kann man per USB angeschlossene Massenspeichergeräte schreibschützen: Der Schlüssel HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Control\StorageDevicePolicies kann einen DWort-Eintrag "WriteProtect" enthalten.
Welche Sicherheitsprobleme haben USB-Sticks?Auf den ersten Blick erscheint als Gefahr nur, daß der USB-Stick in die falschen Hände geraten könnte. Auf den zweiten Blick rücken die USB-Sticks ein generelles Sicherheitsproblem des USB ins Blickfeld: Die Daten lassen sich nur noch sehr schwer einsperren. [7] Bislang reichte es, wenn ein Rechner weder Diskettenlaufwerk noch CD-Brenner enthielt, das Gehäuse abgesperrt war und das Netzwerk nicht jeden Rechner rein ließ. Per USB und Memory-Stick/Festplatte/WLAN kann man nicht nur Daten aus dem Rechner holen, sondern auch viele Sicherheitsmechanismen aushebeln - spätestens wenn der Rechner von USB booten kann. Da wird noch mancher IT-Verantwortliche ins Schwitzen kommen, denn Memory-Sticks lassen sich ohne eigene Treiber nutzen und USB weglassen geht auch nicht: Wie sollen Tastatur oder Maus sonst angeschlossen werden, nachdem der PS/2-Anschluß mehr oder weniger ausgestorben ist? In [9] werden zwei Wege beschrieben, die aber nur unter Windows XP funktionieren und auch dann nur, wenn die Systempartition mit NTFS formatiert ist und der Benutzer mit eingeschränkten Rechten arbeitet. Der Mechanismus beruht darauf, die Plug&Play-Steuerdateien für USB-Massenspeicher unzugänglich zu machen. Dafür ist nicht der Sicherheitskontext des aktuellen Nutzers maßgeblich - der hätte in diesem Fall keine Rechte, Treiber zu installieren. Vielmehr benutzt Windows hier seinen eigenen Sicherheitskontext System. Sofern noch kein passender Treiber installiert wurde, löscht von der Kommandozeile aus cals %windir%\inf\usbstor.inf /D System /E die Zugriffsrechte auf die Installationsinformationen. Wer es genauer wissen will, sollte entweder in der c't oder bei Microsoft weiterlesen. Eine Alternative ist, nicht das Installieren des Treibers, sondern das Nutzen von USB-Geräten einzuschränken. Wenn man in der Registry den Schlüssel HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Control\StorageDevicePolicies\WriteProtect auf das DWord 1 setzt, können per USB keine Daten mehr den Rechner verlassen [14]. Natürlich gibt es auch schon Programme für diesen Zweck, z.B. das USB Port Admintool von WDW Consulting. Einen anderen Ansatz benutzen die Microsoft Software Restriction Policies. Damit lässt sich verhindern, dass nicht freigegebene Programme gestartet werden. Mittlerweile wurde auch der entgegengesetzte Fall bekannt [16]: Programme auf dem Rechner kopieren im Hintergrund alle Daten vom USB-Stick. Sicherheitsrelevante Informationen wie Passwörter sollten also nur verschlüsselt auf einem USB-Stick gespeichert werden. Welche Entwickungstendenzen gibt es bei USB-Sticks?Innerhalb von zwei Jahren haben USB-Sticks praktisch alle wiederbeschreibbaren Medien unterhalb der DVD+/-RW verdrängt. Kein moderner Rechner hat mehr ein Diskettenlaufwerk. Wer sprich noch von LS-Laufwerken oder anderen firmenspezifischen Produkten? Wiederbeschreibbare CDs sind vielleicht noch für den tragbaren CD-Spieler interessant. USB-Sticks dienen häufig als Datenspeicher für MP3-Player oder Miniaturkameras. Andere Anwendungsfälle sind Boot-Datenträger für Wartungszwecke oder Laptop-Ersatz ("Rechner stehen überall rum"). 1-GB-Sticks sind mittlerweile handelsüblich. Viele USB-Sticks enthalten mittlerweile Zusatzfunktionen. MP3-Player, Radio mit Aufnahmefunktion oder Kamera machten den Anfang. Eine recht reizvolle Möglichkeit sind mit Hardware unterstützte Verschlüsselungsfunktionen. So bekommt man neben dem Haustür- und Schreibtischschlüssel z.B. auch Passwörter an den Schlüsselbund. Auf diesen Zug stiegen Anfang 2005 zwei Industriegruppen auf, die USB-Sticks zum universellen Hilfsmittel machen wollten:
Literatur und Links
| Alexander von Obert * http://www.techwriter.de/thema/usb-memo.htm Letzte Änderung: 15.12.08 (Abschnitt 'U3' aktualisiert) | ||||||||||||||
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