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Wechselspeicher: Diskette, CD-RW, USB-Stick


Zur Datenübertragung von einem Rechner auf den anderen benutzt man heute meist elektronische Wege – LAN, WLAN oder Internet. Manchmal braucht man aber Alternativen zum alt-gewohnten "Floppy-Net": Speichermedium auf dem einen Rechner beschreiben und auf dem anderen lesen. Eine Diskette ist dafür heute kaum noch brauchbar, denn 1,4 MB sind nach heutigen Maßstäben eine lächerlich kleine Datenmenge und mancher Rechner enthält überhaupt kein Diskettenlaufwerk mehr. Welche Alternativen gibt es?

Wenn es unbedingt Diskette sein muß...

Dann ist häufig die Dateigröße ein Problem: Wie kriegt man eine 5-MB-Datei auf Disketten unter? Zwar gibt es dafür spezielle Programme, die eine Datei "zerschneiden" und nach dem Transport wieder zusammensetzen. Es geht aber auch ohne Spezialprogramme, denn manche ZIP-Utility wie z.B. Winzip kann das auch und durch die Datenkompression sogar platzsparender:

  1. Neues Archiv direkt auf der Diskette anlegen.
  2. Per Drag&Drop Dateien beliebiger Größe in das Archiv kopieren.
  3. Winzip fordert automatisch weitere Disketten an, wenn der Datenträger voll ist.
  4. Auf der Empfängerseite ZIP-Datei der ersten Diskette öffnen.
  5. Das ZIP-Programm fordert die letzte Diskette des Satzes an, weil dort das Inhaltsverzeichnis des Archivs liegt.
  6. Dateien wir gewohnt aus dem Archiv holen.

Manchmal macht die Datenkompression das Aufteilen einer Datei auf mehrere Disketten sogar überflüssig, denn aus 3 MB Winword-Datei wird oft schon eine ZIP-Datei mit vielleicht 1 MB.

ZIP-Archive steigern übrigens die Übertragungsgeschwindigkeit von Disketten. Natürlich wird die Hardware nicht schneller, d.h. der Diskettencontroller arbeitet immer mit brutto 1 Mb/s. Selbst der Effekt, daß die effektive Übertragungsrate um den Kompressionsfaktor des Archivs steigt, spielt oft nicht die entscheidende Rolle: Für jede Datei muß der Rechner auch auf die Verwaltungsdaten (Directory) zugreifen, die ganz außen auf der Diskette gespeichert sind und bei einem Wechselmedium nicht zwischengespeichert werden können. Entsprechend fahren die Köpfe dann ständig hin und her – das ist das "Sägen", das man beim Übertragen vieler kleiner Dateien hört. Ein ZIP-Archiv enthält natürlich auch entsprechende Verwaltungsdaten, die liegen aber zusammen mit den Nutzdaten innerhalb einer (Disketten-) Datei.

CD-R, CD-RW, DVD

Das beliebteste Austauschmedium sind gegenwärtig optische Speicher, vor allem (wieder-) beschreibbare CDs. Mit wenigstens 600 MB "am Stück" kann man schon etwas anfangen und selbst viele Laptops enthalten mittlerweile passende Brenner. Auch hier gilt wieder der Hinweis auf ZIP-Archive, die oft noch viel mehr Platz sparen als auf den ersten Blick möglich erscheint: Das Dateisystem von CDs verwaltet den Speicher in Einheiten von 2 kB. Anders ausgedrückt: Jede Datei wird auf so viele "Schubladen" verteilt, wie man zum Speichern braucht, eine dieser "Schubladen" kann aber nur Teile einer einzigen Datei enthalten. Pro Datei bleibt deshalb im Mittel die Hälfte einer "Schublade" (Cluster) ungenutzt. Bei 10.000 Dateien auf einer CD sind das bereits 10 MB "Verschnitt".

Speziell in Laptops sind DVD-Brenner noch Mangelware, zudem streiten sich drei unterschiedliche Formate um die Vorherrschaft – DVD-R, DVD+R und DVD-RAM. DVD-RAM ist, zugegeben, ein wenig verwendetes Spezialformat, aber die immer wieder in der Presse erwähnten Aktivitäten um ein neues DVD-Format mit deutlich höherer Kapazität ("Blue Ray") lassen um die Verfügbarkeit der bisherigen DVD-Formate fürchten. Allerdings sanken mittlerweile die Speicherkosten pro MB für DVDs unter den Wert der CDs. Hat man regelmäßig ein paar GB zu transportieren, führt an DVD wohl kein Weg vorbei.

USB-Stick ( Flash-Speicher mit USB-Anschluß)

Die neueste Variante des Wechselspeichers sind Stäbchen, die man an den Schlüsselbund hängen kann. Dabei handelt es sich um Halbleiterspeicher, s.g. Flash-ROMs. Anders als der Arbeitsspeicher eines PCs behalten diese Speicherchips ihren Inhalt auch dann, wenn sie keine Betriebsspannung erhalten. USB ist dafür die optimale Anschlußtechnik, weil sie mittlerweile weit verbreitet ist, gleich die nötige Stromversorgung mitbingt und ausdrücklich das Stecken und Entfernen während des Betriebs unterstützt.

Das Interesse an dieser neuen Art von Wechselspeicher war so überragend (200 Zugriffe innerhalb von 2 Wochen nach Veröffentlichung), daß ich dafür eine eigene Seite USB-Stick FAQ pflegen will.

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Alexander von Obert * http://www.techwriter.de/thema/wechsels.htm
Letzte Änderung: 17.07.03 (ob des großen Erfolgs redaktionell überarbeitet)


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