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Warum eine Website veröffentlichen?


"Jeder" will ins Netz. Aber warum sollte er oder sie das wollen? Und wenn diese Frage geklärt ist: Wie kommt man an das Ziel, das man mit der Website erreichen will? Diese Website existiert mittlerweile seit fünf Jahren und mit 500 Besuchen am Tag ist sie durchaus beliebt. Zeit, die Erfahrungen zusammenzufassen...

Nur, weil's jeder macht?

Natürlich kann man aus seiner Website einen Selbstzweck machen und die Website der Website wegen bauen – so wie mancher nur zur Entspannung Bilder malt. Oder man stellt die Bilder vom letzten Urlaub ins Netz, damit Tante Berta sie schon vor dem nächsten Familientreffen zu sehen bekommt - sofern Tante Berta einen ihrer Neffen besucht, der sicher schon einen Internet-Zugang hat. Ich frage mich, ob man solchen Exhibitionismus im Internet treiben muß und ob man da nicht besser ein Familienrundschreiben verfaßt und 20 Exemplare per Post verschickt.

Mancher meint auch ganz naiv, er könne mit seiner Website ganz leicht Geld verdienen, indem er sie mit Werbebannern vollkleistert. Wer aber die eigene Zugriffsstatistik mit den Werbekosten bei etablierten Sites vergleicht, wird schnell die Illusionen verlieren: Mehr als 10 EUR pro 1000 Abrufen des Banners werden wohl selten zu erzielen sein. Vergessen wir dabei mal die Problematik, daß man für solche gewerbliche Tätigkeit eigentlich einen Gewerbeschein braucht...

Die Botschaft

Die erste Frage sollte sein: Was will ich mit meiner Website erreichen? Diese Frage ist auf den zweiten Blick vielschichtiger, als sie zunächst erscheint. Ein paar Beispiele:
  • Es kann durchaus sinnvoll sein, eine Website im Netz zu verstecken. Ein Bekannter aus dem IT-Bereich fand so zu einem ausgesprochen reizvollen, gut bezahlten Job: Er hatte seine Bewerbungsunterlagen bei T-Online abgelegt und gab die URL beim Anruf des Headhunters weiter. Das brachte ihm den entscheidenden Zeitvorsprung vor den Mitbewerbern.
  • Man kann seine Website als Ergänzung eines Hobbies betreiben und so seinen Bekanntheitsgrad bei den Mitstreitern erhöhen. Das wird aber nur gelingen, wenn man den Besuchern Mehrwert bietet. Mehr dazu weiter unten.
  • Manche Firma läßt ihren Imageprospekt in eine Website umsetzen. Viel mehr als Adresse und Bild des Geschäftsführers findet man da kaum, vielleicht außer etwas Atmosphäre. In so eine Site fließen schnell über 10.000 EUR – womöglich mehrere EUR pro Surfer. Aber wenn das Ding dem Einkäufer eines potentiellen Kunden gefällt, kann sich der Aufwand durchaus lohnen.
  • Recht reizvoll ist die Möglichkeit, in der Website eine Arbeitsprobe abzuliefern; diese Website ist dafür ein typisches Beispiel. Ob ein bildender Künstler Abbildungen seiner Werke zeigt und auf seine nächste Ausstellung hinweist, ich hier meine Fähigkeiten beim Aufbereiten komplexer Sachverhalte beweise oder eine Firma ein Glossar über die Fachbegriffe ihres Themengebiets anbietet – immer sollte der Nutzen des Besuchers im Vordergrund stehen. Denn sonst kommt er nicht wieder und empfiehlt die Site auch nicht weiter.
  • Intelligent gemacht kann eine Website einer sozialen Einrichtung oder Selbsthilfegruppe helfen: Betroffene finden über Suchmaschinen überhaupt erst zu den Hilfsangeboten und die meist ehrenamtlichen Aktivisten werden entlastet, wenn Merkblätter usw. im Web zur Verfügung stehen. Das gelingt aber kaum, wenn sich die Gruppe aus der Innenansicht darstellt und das Anmeldeformular mit Kontoverbindung für den Mitgliedsbeitrag breiteren Raum einnimmt als die Frage, was der Verein dem Besucher der Website nutzen könnte.

Die Form

In den letzten Jahren wurden zahlreiche Möglichkeiten geschaffen, Websites immer aufwendiger zu gestalten: Da blinkt und zappelt es, 3D-Animationen winden sich am Bildschirm – es gibt genügend Möglichkeiten, sich auszutoben. Nur: Was bringt's?

Je mehr man Dauergäste anziehen will, um so weniger Klimbim sollte man treiben. Will ein technischer Illustrator seine Dienste anbieten, wird er um aufwendige Grafiken nicht herum kommen. Aber für Stammgäste zählt vor allem Geschwindigkeit. Wer grundsätzlich erst mal zwei Minuten warten muß, ehe er die Startseite verlassen kann, wird auf wiederholte Besuche gerne verzichten. Dann ist auch deep linking höchst willkommen, weil dann das Lesezeichen direkt zur meist benutzten Seite führt – womit sich z.B. Frames komplett verbieten.

Als Technischer Redakteur werden meine Arbeitsergebnisse eher auf Recycling- denn auf Hochglanzpapier gedruckt. Warum sollte ich also zeigen wollen, daß ich einen Hochglanzprospekt gestalten könnte? Das erwartet aus meiner Zielgruppe niemand von mir. Deswegen reize ich hier noch nicht einmal die Möglichkeiten des veralteten HTML-Standards 3.2 aus und verwende nur wenige Konstruktionen aus HTML 4. Aber ich lege großen Wert auf Geschwindigkeit und Übersichtlichkeit.

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Alexander von Obert * http://www.techwriter.de/thema/warumein.htm
Letzte Änderung: 26.11.02 (redaktionell überarbeitet)


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