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Amateurfunk und Kurzwelle


Telekommunikation fasziniert mich schon seit weit mehr als drei Jahrzehnten. Noch zur Röhrenzeit beschäftigte ich mich mit Radios und Kurzwelle. Mit 18 Jahren bestand ich meine erste Amateurfunk-Prüfung, seit 1975 habe ich die große Lizenz mit dem Rufzeichen DL4NO.

Rundfunk auf Kurzwelle

Schon ein Taschenempfänger erschließt neue Informationsquellen

"Radio hören" ist für viele synonym zu "Musik im Hintergrund laufen lassen", kombiniert mit Serviceangeboen wie Verkehrs- und Wetterbericht. Die Fortgeschritteneren wissen, dass ihre Satellitenschüssel auch Radioprogramme liefern kann. Ein sehr traditionsreicher Zweig des Rundfunks gerät so immer mehr in Vergessenheit: die Kurzwelle. Wer erinnert sich nicht des BBC-Trommelwirbels "di di di da" aus dem Zweiten Weltkrieg – und wenn auch nur aus Dokumentationsfilmen?

Rundfunk wird fast überall hochgradig reguliert und speziell Kurzwellen-Rundfunk ist auch ein technisch sehr aufwendiges Medium – das ist der Preis dafür, dass man einfach mit dem Taschenradio Sendungen aus anderen Ländern und Kontinenten empfangen kann. Amateurfunk ist sendeseitig viel einfacher, erfordert dafür mehr Aufwand auf der Empfängerseite. In vielen Ländern ist Kurzwellen-Rundfunk deshalb zwangsweise ein sehr staatsnahes Medium.

Nach diesem notwendigen Vorwort die gute Nachricht: Die Kurzwelle ist bis heute das einfachste und schnellste Medium, um dem lokalen und nationalen Nachrichten-Einerlei zu entkommen. Natürlich ist die Meinungsvielfalt im Internet viel größer, weil der Aufwand für den "Sender" dort viel geringer ist. Aber selbst eine Flatrate nutzt nichts, wenn man nicht vor Ort ist. Schon ein Taschenradio der Preisklasse unter 100 EUR erschließt einige deutschsprachige Sender und diverse deutschsprachige Sendungen – selbst unterwegs im Hotelzimmer. Die eigentliche Vielfalt erschließt sich allerdings nicht auf Deutsch. Überdurchschnittliche Englisch-Kenntnisse sind also höchst hilfreich. Und einige Resistenz gegen garantiert nicht HIFI-gemäßen Klang...

Wenn Sie es mal mit Kurzwelle probieren wollen, finden sie bei der ADDX Senderübersichten – getrennt nach Sprachen und chronologisch sortiert.

Amateurfunk

Lange war Amateurfunk eine der wenigen Möglichkeiten, aktiv mit fremden Ländern Kontakt aufzunehmen. Das schloss ausdrücklich den damaligen Ostblock ein – allerdings um einen Preis: Die erlaubten Themenbereiche sind stark eingeschränkt. Amateurfunk kann und darf also keine Alternative zum Telefon sein. Amateurfunk ist ein experimenteller Funkdienst, der sich zu wesentlichen Teilen mit technischen Experimenten beschäftigt. Mit dem Telefon hat Amateurfunk etwa so viel zu tun wie ein Fischladen mit dem Sportangler.

Funkamateur wird man über eine Prüfung bei der Bundesnetzagentur. Zur Vorbereitung gibt es zahlreiche Lehrgänge. Regelmäßig veranstalten Funkamateure Lehrgänge in Schulen, in Volkshochschulen oder anderen Räumlichkeiten. Es gibt auch Fernlehrgänge. Ein kostenloser Fernlehrgang wird von Eckhard Moltrecht angeboten. Auf der DARC-Website gibt es auch eine Patenliste. Quer über Deutschland findet man dort Funkamateure, die gerne bei den ersten Gehversuchen helfen.

Funkamateure haben einen ganz typischen Lebenslauf: Nach der Begeisterungsfähigkeit der Jugend folgt eine lange Phase, in der Ausbildung, Beruf und Familie im Vordergrund stehen. So mancher wird als Rentner dann "Berufsamateur". Bis zu diesem Stadium habe ich noch einige Jahre. So bleibt mir gegenwärtig nur sehr wenig Zeit für dieses Hobby. Vielleicht gibt es aber den einen oder anderen, den meine vergleichsweise einfachen Aussagen interessieren...

FT-817 Vorderseite

Anlass für dieses Kapitel meiner Website war der Kauf eines neuen "Spielzeugs": Der Yaesu FT-817 ist ein Sende-Empfänger mit ganz eigenen Eigenschaften. Samt Batterie deutlich kleiner als eine Zigarrenkiste, ermöglicht er den Amateurfunkbetrieb in den meisten Betriebsarten auf praktisch allen häufig genutzten Amateurfunkbändern – von 1,8 MHz bis 440 MHz. Dabei will ich nicht noch eine FT-817-Site bauen, davon findet man über die Suchmaschinen eine reiche Auswahl. Hier sollen nur solche Informationen erscheinen, die ich in dieser Form eben nicht fand und mir selber erarbeitete.

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Alexander von Obert * http://www.techwriter.de/thema/amateurf.htm
Letzte Änderung: 05.08.11 (2 Links aktualisiert)


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