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07. November 2012: Wasser im Laptop, externe Festplatten, Datensicherung und Archivierung


1. Flüssigkeit im Laptop

Gestern erreichte mich ein Notruf aus unserem Tauschring: Da hat jemand ein Glas Wasser über der Tastatur eines Laptops gekippt.

In solchen Fällen ist eines extrem wichtig: Sofort Netzteil abziehen und Akku raus! Die Kontakte und Leiterbahnen in diesen Rechnern sind extrem schmal und dünn. Wenn dann noch Strom vom einen Kontakt durch die Flüssigkeit zum anderen Kontakt fließt, verwandelt die Korrosion das teuere Stück 0,nix in unbrauchbaren Schrott. So lange die Kiste nass ist, darf da keine Spannung dran!

Der nächste Schritt: Den Rechner vorsichtig trocknen. 40°C über 24 h sollte das Gerät aushalten, also auf die Heizung legen. Wer gaaanz mutig ist, kann dann versuchen, ob der Rechner wieder funktioniert. Der bessere Weg: Vorher die Festplatte ausbauen und an einem anderen Rechner ein "Image-Backup" herstellen. Dann können keine Daten mehr verloren gehen.

Mit viel Glück überlebt ein Laptop ein Glas Wasser. Bei anderen Getränken bin ich da recht skeptisch, weil die Inhaltsstoffe (Zucker!) alles verkleben. Bei der Tastatur ist das vielleicht nicht so schlimm, weil man mit einer externen Tastatur sowieso besser arbeiten kann. Nur "feuern" solche defekten Tastaturen oft bestimmte Buchstaben. Vielleicht hält es der Laptop aus, wenn man ihn öffnet und die defekte Tastatur abklemmt.

Laptops sind mittlerweile ausgesprochen billig geworden - wer nur mal einen Brief schreiben und im Internet surfen will, der kommt mit etwa 300 EUR hin. Allerdings führt dieser Umstieg bei den meisten zu einem Kulturschock: Windows XP ist im Neumarkt mausetot. Microsoft brachte mittlerweile Windows Vista, Windows 7 und Windows 8 heraus. Da blieb kein Stein auf dem anderen: Für die meisten alten Geräte (Rechner, Drucker, Scanner...) gibt es keine Treiber mehr, die Bedienoberfläche sieht weitgehend anders aus und MS Office 97 läuft schätzungsweise auch nicht mehr. Über die Oberfläche von MS Office 2007 und neuer fluche ich auch.

Windows-XP-taugliche Rechner gibt es praktisch nur noch auf dem Gebrauchtmarkt. Ein gebrauchter Leasing-Laptop von 2008 hat aber höchstens weniger Leistung als ein neues Gerät der 300-EUR-Klasse, kostet aber praktisch genau so viel.

2. Externe Festplatten werden billiger

Vor einem Jahr haben Überschwemmungen in Thailand die weltweite Festplattenproduktion nahezu lahmgelegt. Das führte zu Preissteigerungen, die bis heute noch nicht wieder verschwunden sind. Langsam nähern sich die Preise aber wieder dem alten Niveau.

Ein Beispiel sind externe Festplatten im 2.5-Zoll-Format mit 1 TB Kapazität und USB3-Schnittstelle, die es ab morgen bei der Metro gibt. Für 69 EUR habe ich solche externen Festplatten schon lange nicht mehr gesehen.

Wer Zugriff auf die Metro hat, kann da zulangen. Ansonsten gehe ich davon aus, dass dieser Preis demnächst auch im normalen Handel wieder zu sehen sein wird.

Die Platte, die es wohl ab heute bei Norma gibt, hat die doppelte Kapazität für 99 EUR. Allerdings ist das ein größeres Gerät im 3,5-Zoll-Format, das ein eigenes Netzteil braucht. Das braucht die hier vorgeschlagene Platte nicht - sofern der USB-Anschluss genug Strom liefert. Das ist nicht immer der Fall. Da gibt es aber Lösungsmöglichkeiten.

3. Datensicherung und Archivierung

1998 kaufte ich meinen ersten CD-Brenner. Seitdem habe ich meine Datenbestände regelmäßig auf CDs gesichert. Mittlerweile lacht man aber nicht nur über die 700 MB Kapazität einer CD, sondern auch über die 4.700 MB einer DVD. Zum Vergleich: Die hier erwähnten Festplatten haben eine Kapazität von 1-2 TB, also 1.000.000 MB oder 2.000.000 MB.

Nachdem ich vorzugsweise dienstliche Daten habe, muss ich da Vieles dauerhaft aufheben. Deshalb habe ich in den letzten Wochen den Inhalt vieler diese CDs (und auch älterer Festplatten) in einen leistungsfähigen Rechner gespielt. Einmal haben alle Datenträger nur begrenzte Lebensdauer und dann wusste ich auch nicht so genau, was eigentlich wo rumliegt.

Als alles drin war, habe ich damit eine externe 1-TB-Platte gefüllt. Die liegt jetzt im Stahlschrank. Anschließend habe ich die wesentlichen Daten zuammen gespielt. Manches hatte ich in rund 30 Kopien. Da bin ich gerade am "Aufräumen". Anschließend spiele ich meine Bestände auf die nächste externe Festplatte. Dann kann ich auf dem Rechner alles löschen, was älter ist als fünf Jahre.


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Alexander von Obert * http://www.techwriter.de/beispiel/wasser_im_laptop.htm
Letzte Änderung: 13.02.13 (Erstfassung)


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