itk-logo

 

Navigationssystem Garmin GPSmap 60CSx – Erfahrungsbericht


Das Garmin GPSmap 60CSx kommt in der Garmin-Website nicht mehr vor. Trotzdem gibt es jeden Monat noch diverse Zugriffe auf diese Seite. Deshalb habe ich die Seite doch nochmal aktualisiert.

Mittlerweile benutze ich mein Garmin GPSmap 60CSx nur noch beim Fahrradfahren oder Wandern im Zusammenhang mit den Open-Street-Map-Karten (OSM).

Die Update-Politik von Garmin bei den Karten geht mir heftigst gegen den Strich: Mittlerweile verwendet Garmin für seine Karten ein kompakteres Datenformat. Damit ist das für Garmin ein neues Produkt, für das ich kein Update-Recht habe. Ich sollte also für das Kartenupdate 93 EUR zahlen. Bei Pearl kostet ein Navi samt vergleichbaren Karten weniger als bei Garmin ein Karten-Update.

Warum das Garmin GPSmap 60CSx auch heute noch einsetzbar ist

Vermutlich könnte man das Garmin GPSmap 60CSx sogar mit aktuellen Garmin-Karten betreiben. Nur merkt man recht deutlich, dass die Datenmengen zu groß sind für den Prozessor in diesem Gerät. Es dauert ewig, bis eine Route berechnet ist – was mittlerweile auch die OSM-Karten beherrschen. Im Auto ist man auch viel größere Bildschirme mit einer viel größeren Informationsfülle gewöhnt.

Ganz anders sieht es aus, wenn man ein Navi für Wanderungen oder Fahrradtouren sucht. Da ist es immer noch gut einsetzbar: Es ist wasserfest und durch die wechselbaren Batterien (normale Mignon-Zellen) bleibt einem ein Problem der meisten neueren Navis erspart: Akkus verlieren im Lauf der Jahre viel Kapazität und meist kriegt man die Dinger auch nur mit Gewalt auf. Deshalb können die Navi-Hersteller auch gefahrlos ein lebenslanges Kartenupdate anbieten: Nach vielleicht 5 Jahren rangiert wohl jeder diese Navis aus.

Erfahrungen mit dem Garmin GPSmap 60CSx

Die einfachste Methode ist wohl, für alle interessierenden Ziele Wegpunkte anzulegen und nach dem Einsteigen ins Auto über die Find-Taste eine Route zum nächsten Ziel berechnen zu lassen. Die Auswahl am GPS-Gerät dann kein Problem, wenn man nicht zu viele anlegt. Notfalls legt man am PC für unterschiedliche Zwecke verschiedene Datensätze an und löscht am GPS-Gerät immer wieder die nicht benötigten Wegpunkte.

Wenn man in Routen Zwischenziele definiert, sollte man Hin- und Rückfahrt auf der gleichen Straße vermeiden. Da wird die Route schon mal kurzgeschlossen und das Gerät lotst einen direkt zum übernächsten Ziel. Man sollte also Route zum nächsten Ziel im letzten Absatz wörtlich nehmen.

Überraschend gut funktioniert die Navigation ohne Sprachausgabe. Das GPS-Gerät produziert unterschiedliche Piepstöne, wenn man auf eine Abzweigung o.ä. zufährt. Leider lassen sich dabei rechts und links nicht unterscheiden. Generell finde ich die Piepserei weniger nervig als eine Sprachausgabe, die mich ständig auf einen anderen Weg schicken will. Manchmal ist es Absicht, wenn ich anders fahre, als das GPS-Gerät meint. Oft genug bleibt einem ein Blick auf die Karte sowieso nicht erspart: Muss man jetzt unmittelbar vor der Eisenbahnbrücke, oder unmittelbar danach, nach links abbiegen?

Mit dem Garmin GPSmap 60CSx zu Fuß unterwegs

Eines funktioniert nicht: Das GPS-Gerät in der Beintasche betreiben. Das hängt wohl mit den vielen Bewegungen zusammen. Aber in einer Brusttasche funktioniert es recht gut. So lange das Gerät eingeschaltet ist, zeichnet es regelmäßig die Position auf. Die kann man später als Track auf den PC laden. Geht man einen geraden Weg entlang, liegen die Positionspunkte meist recht genau in einer Linie. Gelegentlich liegen diese Punkte mit einem praktisch konstanten Abstand neben dem benutzten Weg auf der Karte. Da liegt der Verdacht nahe, dass die Karte etwas ungenau ist – der Weg liegt 5 oder 10 Meter neben der angezeigten Position. :-)

Fazit

Wer ein wetterfestes Navi mit praktisch unbegrenzter Batterie-Lebensdauer sucht, ist mit dem Garmin GPSmap 60CSx immer noch gut bedient: Für 200 EUR bekommt man ein Gerät samt Fahrradhalterung; aktuelle Geräte sind bedeutend teuerer. Probleme gibt es womöglich mit passender PC-Software, um Tracks herunterzuladen und auf dem PC zu analysieren. Die GPSmap-Software scheint es auf der Garmin-Website nur in einer Update-Version zu geben. Man braucht also wohl eine alte Garmin-Karten-DVD mit einer alten GPSmap-Version. Vielleicht gibt es mittlerweile auch Alternativen aus dem Internet – keine Ahnung.

Literatur und Links

Röbke-Doerr, Peter: Wegweiser durch den Navi-Zoo. Welches Navi für wen?
in: c't 9/07, S. 122ff
Hilgefort, Ulrich: Querbeet. Navigaionsgeräte für den Einsatz abseits der Straße
in: c't 14/11, S. 104ff
Barczok, Achim; Janssen, Jan-Keno: In die Karten geschaut. Straßennetze, topografische Karten, OpenStreetMap
in: c't 14/11, S. 110f
Labs, Lutz: Tourentauglich. Fahrrad-Ladegeräte und -Halterungen für Smartphones
in: c't 14/11, S. 112ff
TOP
Alexander von Obert * http://www.techwriter.de/beispiel/navigati.htm
Letzte Änderung: 06.11.15 (aktualisiert)


Startseite
Suche

Praxisberichte

Kopfhörer Sennheiser PXC 250
USB-Tastatur Cherry RS 6500 USB 4D
Laptop Acer Travelmate 513T
Notebook HP nx6125 mit AMD Turion Prozessor
Digitalkamera Konica Minolta Dimage Z6
Navigationssystem Garmin GPSmap 60CSx - Erfahrungsbericht
Internetzugang mit dem SonyEricsson K600i
Internet-Radio Pearl PX-8570-675
Luftentfeuchter Trotec TTK 100 S
Pearl PX-3720: IP-Kamera zum Schnäppchenpreis, aber...
Pearl Powerbank PX-1627

Digitalkamera auswählen und kaufen

Navigationssystem Garmin GPSmap 60CSx - Erfahrungsbericht
Digitalkamera Konica Minolta Dimage Z6
Weltempfänger Thieking & Koch DE 1121
Yaesu FT-817: Praxistipps